Rückblicke

Jahr:  

September

09/17/22 * 09.30 Uhr
Musikalisch geführte Wanderung auf dem Liederweg Treff Wanderparkplatz Zwönitzer Straße
Die Huthausmusikanten und Gäste laden euch ein, gemeinsam auf dem Liederweg zu wandern und an unseren Liedersteinen unsere alten Heimatlieder anzustimmen. Wandern und singen gehören zusammen!
Unser Liederweg führt in 2 Runden über jeweils 5 Km. Zur Hälfte ist Rast und weil in Geyer gerade Kirmes ist, wird es leckeren Kirmeskuchen und Kaffee geben. Wollen wir hoffen, dass auch das Wetter mitspielt, denn bei Regen kann man zwar Wandern, aber die Instrumente halten das nicht aus. Also, Hut, Rucksack und Wanderstock zur Hand und auf nach Geyer. Wir freuen uns auf euch.
H.Kreft-Wanderleiter
09/01/22 * 07.30 Uhr
Vereinsausfahrt des EZV Treff Haltestelle Schule
Diese Ausfahrt mit dem Busunternehmen Sachs führt uns in diesem Jahr nach Naumburg-Freyburg-Bad Kösen. Sicher wird es wieder eine schöne Ausfahrt mit vielen Eindrücken werden.

August

08/13/22 * 09.00 Uhr Huthaus
Wanderung PKW Zwönitz
Wanderbericht
Unsere Wanderung am 13. August führten wir wieder auf den Fluren unserer Nachbarortschaft Zwönitz durch. Mit den PKWs ging es zum Ausgangspunkt unserer Wanderung, dem Zwönitzer Bahnhof. Auf dem alten Bahndamm der ehemaligen Bahnlinie nach Stollberg wanderten wir bis zu der Nebenstraße, die die Stollberger Straße mit der Straße nach Affalter verbindet. Auf diese Straße nach rechts einbiegend, ging es in das Tal bis zur ehemaligen Brettmühle. Hier war mal ein beliebtes Ausflugslokal der Zwönitzer, das aber leider seinen Betrieb eingestellt hat und geschlossen ist. Nun bogen wir links ab in den Wald und ein schöner Waldweg führte uns stetig leicht ansteigend bis auf die Höhe, wo rechter Hand die ehemaligen Schieferbrüche beginnen. Hier hatten wir eine schöne Aussicht auf den Auersberg und dem Erzgebirgskamm. Linker Hand wanderten wir nun einen schmalen Pfad durch tiefen Tann abwärts und überquerten erfolgreich ein kleines Bächlein. Weiter den Weg, nun aufwärts folgend, stießen wir erneut auf den Bahndamm, den wir einige Kilometer vorher verlassen hatten. Unser Ziel war nun nicht mehr weit und schon waren wir am Bad Guter Brunnen. An dieser sagenumwobenen Stelle, die früher gerne als Ausflugsziel genutzt wurde, machten wir Rast. Wo vor Jahren sicher an schönen Sommertagen reges Treiben mit Kahnfahrten, Musik und Verköstigungen war, ist heute Ruhe eingekehrt. Traurig und dem Untergang preisgegeben stehen einige Gebäude, zugewachsen in der Landschaft. Der ursprüngliche Brunnen am Wegesrand und eine sehr fein restaurierte kleine Kapelle aber geben einigermaßen Trost. Wir haben das genutzt und jeder von uns hat in der Kapelle ein Lichtlein angezündet. Auf den neuen Bänken davor wurde nun eine Rast gemacht und der Hunger und Durst aus dem Rucksack gestillt. Dann ging unsere Wanderung weiter, erneut querten wir die kleine Verbindungsstraße und auf der anderen Seite führte uns ein Feldweg steil abwärts. Vor uns ausgebreitet lag nun Zwönitz, dass wir bald erreichten. Hier bogen wir wieder auf den ausgebauten ehemaligen Bahndamm ein, der uns bald zum Bahnhof, unseren Ausgangspunkt führte. Alle waren wir wohlbehalten am Ziel angekommen mit dem Wissen, eine schöne Wanderung durch unsere unmittelbare Heimat erlebt zu haben mit vielen neuen und schönen Eindrücken. Danke an die Wanderfreunde, die mit dabei gewesen sind.
Mit einem fichtenrauschenden Glückauf
H.Kreft
08/05/22 * 18.00 Uhr Huthaus
Sommer- und Grillfest am Huthaus
Zu unserem traditionellen Sommer- und Grillfest am Huthaus laden wir alle ein, die gerne bei Bratwurst, guten Getränken und guter Laune ein paar Stunden zusammensitzen wollen . Diese Veranstaltung führen wir nur bei schönem Wetter durch- bei Regen fällt sie aus

Juli

07/29/22 * 16.00 Uhr Huthaus
125.Sandhusnkranzl "Es ist Sommerzeit"
Karl Stülpner- Lebensgeschichte
Wieder einmal war Bert Lochmann, alias Korporal Stange zu Gast in unserem Kranzl. Korporal Stange verkörpert einen sächsischen Grenadier um 1780, der in Chemnitz stationiert war. Zu dieser Zeit war auch Karl Stülpner in dieses Regiment rekrutiert, war also sozusagen ein Kampfesgenosse von ihm. Das war ein Grund, dass uns der Korporal aus dem Leben von Stülpner berichtete und zwar so, wie es gewesen ist und nicht, wie uns die verklärte Literatur weismachen will. Er hat sich tief mit dieser Materie befasst und sein Bericht über den Wildschütz kam einleuchtend und für jeden verständlich rüber. Alles in allem war der Sohn der Wälder eigentlich ein Lebenskünstler in seiner Zeit. Das kam nicht von ungefähr, sondern die damaligen Verhältnisse trugen dazu bei, dass er aus der Not und Armut heraus das gemacht hat, wozu er in der Lage war. Der Selbsterhaltungstrieb und die jeweiligen Umstände zwangen ihn zu einem Leben, dass nicht dazu angetan ist, Karl Stülpner zu glorifizieren. Als junger Bursche, als Analphabet, bei einem Ehrenfriedersdorfer Förster in die Lehre gegangen, lernte er vor allem eines-gut schießen. Und diese Eigenschaft nutzte er für sich aus, was das Wildern betraf, denn sein erlegtes Wildbret wurde von ihm zu Geld gemacht und nicht verschenkt, denn er musste Leben. Und von der Obrigkeit wurde er wegen seiner treffsicheren Jagerei auch gnadenlos ausgenutzt. Stülpners Lebenslauf, von ihm als Memoiren in einem Buch festgeschrieben, war ein einziges Chaos und letztlich immer auch ein Kampf ums Überleben. Und auch seine von ihm erzählten Geschichten haben ihren eigentlichen Grund in den damaligen unmenschlichen Verhältnissen der armen Leute im Gebirge. So haben wir an diesem Abend viel Wissenswertes über „unseren“ Karl Stülpner erfahren können, Dinge, die uns so nicht bekannt waren. Der Vortrag wurde wieder von den Huthausmusikanten umrahmt. Und großen Beifall bekam auch Karin, die Tochter von unserer Ketzenberg Irma, die uns auf einem seltenen Instrument, einer Veh-Harfe, einige Musikstücke vorspielte. Alle, die an diesem Abend da waren hat unser 125. Sandhusnkranzl wieder sehr gefallen Wir bedanken uns bei Korporal Stange, bei der Karin und den Huthausmusikanten für die Ausgestaltung dieses Heimatabends auch bei den Organisatoren dieser Veranstaltung.
Im September findet unser nächstes Kränzle statt. Hier bitten wir alle Gäste, ein Bild von sich mitzubringen, wo sie noch Kind waren. Auf die Leinwand projiziert wollen wir dann alle raten, wer sich wohl hinter diesem Foto verbirgt.
Bis dahin wünschen wir euch alle noch schöne Sommertage und verbleiben mit einem herzlichen und sommerblumenduftenden Glückauf
Der Vorstand vom EZV Geyer
Kreft
07/16/22 * 09.00 Uhr Huthaus
Wanderung PKW Zwönitz
Wanderung zum Reppelstein

Am 16.Juli haben 14 Wanderfreunde eine sehr schöne, ruhige Wanderung durchgeführt. Mit den PKWs sind wir zum Start unserer Wanderung nach Zwönitz gefahren. Am Wasserfall, ein Überbleibsel der ältesten Papiermühle von Zwönitz, ging es los. Gewandert sind wir auf dem Rad- und Fußweg parallel zur Straße in Richtung Burgstädtel. Dort ging unser Weg rechts ab in ein Seitental und langsam ansteigend gewannen wir die Höhe. Weiter wanderten wir auf halber Höhe durch Wiesen und Felder wieder zurück in Richtung Zwönitz. Von hier oben aus hatten wir herrliche Ausblicke auf Zwönitz und die steilen Berghänge gegenüber hoch auf die „Geyersche Platte“. Und über allen ragte unser Fernsehturm in die Wolken. Unser Weg führte uns weiter in Richtung Ziegenberg. Vor dieser Höhe ging es rechts einen Feldweg abwärts und führte uns zu einer historischen Stelle von Zwönitz. Hier herrschte 2 Jahre lang ein Erbstreit um die sogenannte „Reppel-Steinruhte“. (Ruthe = Feldstreifen) Der Frieden wurde 1732 durch ein Vermächtnis besiegelt, in dem es heißt, “solange nur ein Erbe vom Müller lebt, darf das Feld nicht verkauft werden und der Pächter hat dafür ein Legat“. Zum Gedenken daran ließ der Zwönitzer Weißgerber Johann Heinrich Reppel einen Denk - oder Rainstein errichten. Dieser wurde liebevoll restauriert und von uns in Augenschein genommen. Dann ging unsere Wanderung weiter bis zum Brauereigasthof, wo wir einen kräftigen „Einkehrschwung“ hinlegten. Nach entsprechender Stärkung verlief unser Wanderweg wieder durch sanfte Wiesen zum Ausgangspunkt zurück. Allen hat diese Wanderung gefallen, auch, weil sie nicht zu anstrengend war. Danke an euch liebe Wanderfreunde, dass ihr mitgewandert seid.
Bis zur nächsten Tour am 13.August, wünschen wir euch schöne Sommertage
Mit einem grillenzirbenden Glückauf-der Vorstand vom EZV Geyer
H.Kreft
07/01/22 * 18.00 Uhr Huthaus
Mundart unter freiem Himmel mit Matthias Fritsch
Mundart und Musik
Die Erhaltung unserer erzgebirgischen Mundart und Liedgut sind eines der Hauptaufgaben unseres Erzgebirgsvereins. Wir „Alten“ sprechen ja noch so, wie uns „Dr Schnobl gewachsn is“, aber unsere jüngeren Generationen haben damit immer mehr ein Problem. Wenn auch in einigen Berufsgruppen das Hochdeutsch sein muss, sollte unser Dialekt darüber hinaus nicht verleugnet werden. Unser Dialekt kennzeichnet uns als Erzgebirger und hat überall einen hohen Wiedererkennungswert. Und eigentlich sollte man ja stolz auf seine Heimat sein, dort, wo man seine Kindheit und Jugendjahre verbracht hat. Und es gibt doch nichts Schöneres, als wenn man in Norwegen oder auf Bali plötzlich vertraute Laute aus der Heimat hört und man sich auf die Schulter klopft. Aus all diesen Gründen sind Mundartveranstaltungen in unserem EZV immer wieder Bestandteil unserer Jahresprogramme. Nun war es wieder mal soweit. Eingeladen hatten wir uns wieder den Matthias Fritzsch aus Zwickau. Oft war er schon bei uns zu Gast, aber er ist wieder gerne unserer Einladung gefolgt. Er ist ein begnadeter Mundartautor und seine Spezialität sind seine kleinen Geschichten, die er in Reimform verfasst und in unnachahmlicher Weise vortragen kann. Hier nur mal zwei kurze Beispiele, welche in seinem nunmehr 7. kleinen Büchlein, von ihm verfasst und herausgegeben, stehen:

Bleede

Dor Hans frogt in Fredi:“Hast du züm Gust gesat, dess iech bleede bie?“ „Ja!“ sat dor Fredi, „aber dor Gust hot’s schu gewusst!“

oder

Ich red mit’n Hund

Dor Gund war in dor Wohnstub im Sessel versunken, er hot Fußball geguckt un dorbei e Flasch Bier getrunken. Sei Hund, dor Hasso, log aah in dor Stub dor Läng nooch hie, vun Fußball tat’r nischt verstieh. Üm Achte rüm kam de Fraa vun dor Arbit, war des e Frad: “Nu mei süßer Liebling, mei Schnuckiputzi, mei Schatzilein!“, hot se gesat. Dor Ma brummt genervt aus’n Sessel raus: “Wos iss’n lus?“ Do sat de Fraa züm Gund‘ : „Halt de Gusch, ich red mit’n Hund!“
Solche kurzen, kleinen lustigen Geschichten hatte uns der Matthias an diesem Abend vorgetragen und den zahlreichen Gästen die Lachmuskeln arg strapaziert. Und unsere Huthausmusikanten haben diesen schönen Abend mit ihren Liedern zum Mitsingen und Mitschunkeln stimmungsvoll umrahmt. Dr Vierstand vo unnern Verei hot sich gefreit, dass su viele Gäst gekomme warn. Un dr schennste Lohn is dann immer, wenn enn de Leit paar Tog später noch ahaltn un sogn: „Dos war ober wieder eene schiene Sach, die ihr do gemacht hobt, mir freie uns schie wiedr of’s nächste Mol!“
E grußer Dank alsu an die Hamitfreinde, die dos wieder vierbereitet un durchgeführt hobn, besonnersch ober an ne Matthias Fritzsch un an de Huthausmusikantn. Un denkt alle dra: „ Mir Arzgebirger sei uhne unn‘rer Muttersproch wie e Barg uhne Spitz!“
In dan Sinne alln e harzliches Glückauf!
H.Kreft

Juni

06/20/22 * 20.00 Uhr Huthaus
Wir feiern Sommersonnenwende
Sommersonnenwende am Huthaus
Wenn man so weiter nichts vor hat ist es egal, wie das Wetter wird und ist. Anders sieht es aber aus, wenn man eine Veranstaltung vorbereitet, die im Freien stattfinden soll und auch das Wetter passen muss. Am 20. Juni also wollten wir am Huthaus ein kleines Fest zur Sommersonnenwende feiern. Die ganze Woche vorher war prima Wetter mit der absoluten Steigerung am Sonntag, mit 34 Grad im Schatten. Man hatte fast nichts mehr, was man ausziehen konnte! Und dann am Montag? Früh ging es ja noch einigermaßen, mittags begann es dann zu Regnen und das Thermometer sank immer mehr in den Keller. Zwar schien die Sonne am Abend wieder und beleuchtete unsere Binge, Wälder und Berge auf das Schönste, aber ihre Strahlen hatten keine wärmende Kraft mehr. Und es hat schon seine Gültigkeit, wenn gesagt wird: “Es ist nicht zu heiß oder zu kalt, man muss sich nur richtig anziehen. Und das wurde auch gemacht. Mit Anorak und Pudelmütze waren die nur noch 10 Grad auszuhalten, zumal uns noch eine Feuerschale hinreichend Wärme spendete. Trotz dieser Wetterunbilden waren aber alle, die gekommen waren, guter Laune und es ging doch ganz lustig zu. Nicht alle blieben bis Mitternacht, um auf das 2. Halbjahr anzustoßen, aber die, die noch da waren, taten dies mit Freude. Mit Freude auf den beginnenden Sommer, aber auch an Weihnachten wurde schon gedacht, denn schnell vergeht die Zeit. Danke an die Heimatfreunde, die gekommen waren. Der Vorstand vom EZV wünscht nun allen eine schöne Sommerzeit und grüßt euch mit einem sommerlich- warmen Glückauf
H.Kreft
06/11/22 * 09.30 Uhr Huthaus
Gemeinsames Frühstück unter freiem Himmel am Huthaus
Frühstück in freier Natur
Nachdem wir mit vielen Gästen am 03. Juni unser 124. Sandhusnkranzl erleben konnten, wo vor allem unsere Lieder und unser heimatlicher Dialekt im Mittelpunkt standen, haben wir am Sonnabend, den 11.Juni erneut eine schöne Veranstaltung durchgeführt. Eingeladen hatten wir zu einem gemeinsamen 2. Frühstück am Huthaus. Das Wetter hatte es sehr gut mit uns gemeint, denn bei schönsten Frühsommerwetter konnten wir im Freien sitzend, die aufblühende Natur um uns in vollen Zügen genießen. Und nicht nur dass, sondern jeder der 25 Heimatfreunde hatte in seinem Gepäck die leckersten Dinge mitgebracht und gemeinsam ging es nun daran, von allem etwas zu kosten. Und es ist schon ein Unterschied, ob man alleine zu Hause in seinen 4 Wänden sitzt und sein Frühstück isst wie immer, oder in so einem Rahmen, mit Freunden an der Seite. Da ist es doch ganz klar, dass da viel Lust und Humor mit eine große Rolle spielen. Und so war es auch. Alle hatten ihren Spaß! Und eine so große Auswahl an den verschiedensten Köstlichkeiten zum Frühstück, die gibt es nur im Urlaub, im Hotel oder eben zum „2. Frühstück am Huthaus in Geyer, an der Binge!“. Satt und zufrieden, im Wissen, dass das Mittagessen ausfallen wird, haben wir uns dann verabschiedet und freuen uns auf den 20. Juni, wo wir an gleicher Stelle gemeinsam die Sommersonnenwende feiern wollen. Dazu laden wir wieder alle ganz herzlich ein und verbleiben mit einem wohlgenährten und zufriedenen Glückauf,
der Vorstand vom EZV Geyer
H.Kreft
06/03/22 * 16.00 Uhr Huthaus
124.Sandhusnkranzl
Viele Kranzlfreunde waren wieder gekommen, um gemeinsam unsere Heimatlieder zu singen. Die Huthausmusikanten hatten eine gute Mischung bekannter aber auch weniger bekannte Lieder mitgebracht-kurz-von jedem und für jeden war etwas dabei. Und an diesen Abend kamen auch die Schnorken nicht zu kurz. Deshalb war die Stimmung wieder prächtig und alle haben sich über den schönen Nachmittag gefreut. Zum 125. Kranzl am 29.Juli, kommt uns Karl Stülpner, alias Bert Lochmann besuchen. Dazu laden wir wieder alle sangesfreudigen und neugierigen Heimatfreunde ein.
K.Kreft

Mai

05/15/22 * 10.00 Uhr Huthaus
Knappenehrung an der Binge
Alle Heimatfreunde sind zu diesem feierlichen Zeremoniell vor dem Huthaus eingeladen
05/14/22 * 09.00 Uhr Huthaus
Frühlingswanderung PKW von Auerbach-zum "Tischel"
Zum Tisch‘l im Abtwald
In unserem Erzgebirge gibt es viele schöne, verborgene Stätten, die zu einer Rast einladen oder von Wanderfreunden gern als Ziel auserkoren werden. So gibt es im Abtwald bei Gelenau, der sich von der Besenschänke bist nach Stollberg und Thalheim erstreckt, eine Waldlichtung, auf der schon seit dem 12.Jahrhundert eine kleine Sitzgruppe mit einem Tisch aus Stein zum Verweilen einladen. In grauer Vorzeit, wenn der Abt des Benediktinerklosters in Chemnitz auf die Jagd ging, machte er hier mit seinem Jagdgefolge Rast. Insider kennen diesen geheimnisvollen Platz, der von uralten, riesigen Buchen überdacht ist. Auf Initiative von Heimatfreunden aus Gelenau, wurde jetzt mit Partnern aus Gornsdorf, Auerbach und dem Sachsenforst dieser Rastplatz liebevoll aufgewertet und lädt die Wanderer, die dort vorbeikommen, nicht nur zur Rast, sondern auch zum Staunen ein. Kettensägen- Schnitzer aus Gelenau haben den großen Unterstand, Sitzgruppen und verschiedene Waldtiere kunstvoll hergestellt und zu einem wunderschönen Rastplatz angeordnet. Dieses Ziel hatten wir vor Augen, als wir uns am 13.05.22 von Auerbach aus auf den Weg machten. Der erste Teil führte uns durch frühlingshafte, frischgrüne Felder mit herrlichem Ausblick auf unser Erzgebirge. Im weiteren Verlauf unserer Wanderung ging es allmählich abwärts durch schöne alte Fichtenwälder zu unserem Ziel. Eine Wandergruppe aus Annaberg, die vor uns gestartet war, setzte bei unserer Ankunft ihre Wanderung fort und wir konnten an den gelungenen Tischgruppen Platz nehmen und uns zünftig aus dem Rucksack stärken. Alle waren wir des Lobes voll und satt und zufrieden, als wir unsere Wanderung fortsetzten und im Gewerbegebiet in Obergelenau wieder aus dem Wald kamen. Mit einem Shuttle wurden unsere PKWs geholt und alle konnten zufrieden wieder nach Hause fahren. Ein sehr schöner Frühlings-Wandertag mit vielen schönen Eindrücken war beendet und es bleiben die Erinnerungen. Danke, liebe Wanderfreunde, für eure Teilnahme.
Mit einem fliederfarbenen Glückauf, der Vorstand vom EZV Geyer
H. Kreft
05/04/22 * 14.00 Uhr Huthaus
Muttertagsveranstaltung der Senioren

April

04/23/22 * 17.00 Uhr
Exkursion zur Stadtgeschichte Geyer mit Herrn St. Küchler
Exkursion zur Stadtgeschichte Nr.5

41 Heimatfreunde und Bürger unserer Stadt sind am 23.April der Einladung unseres EZVs gefolgt, und haben an der Stadtexkursion teilgenommen. Bereits zum 5.Mal sind wir unter der bewährten Führung von Steffen Küchler in die Vergangenheit unserer Heimatstadt eingestiegen, um zu ergründen, wer, wann und wo unsere Altvorderen gelebt und gearbeitet haben. Nachdem diese schöne Veranstaltung wegen Corona 2 Jahre pausieren musste, begaben wir uns diesmal in das Stadtgebiet Zinngasse/Alte Elterleiner Straße. Zuerst musste gleich einmal geklärt werden, warum ein großer Teil der älteren Einwohner von Geyer von der „Ziegngass“ (Ziegengasse) spricht, obwohl sie doch mit Zinngasse ausgezeichnet ist. Und tatsächlich hatte in der Geschichte diese Gasse auch einmal offiziell Ziegengasse geheißen und wurde dann später zur Zinngasse. Es wird vermutet, dass es hier vor allem um die Nutzung und Tätigkeit der anwohnenden Menschen ging. Ein Großteil der Häusler in diesem Bereich betrieben damals kleine Landwirtschaften, wovon auch die dazugehörigen Felder außerhalb der Stadtgrenzen zeugen. Aber später wurde wohl der allgemeine Bergbau in Geyer, hier insbesondere der Zinnabbau in diesem Bereich, zur Namensgebung „Zinngasse“ verwendet. Schon allein diese, doch kuriose Tatsache, bringt geschichtliches unserer Stadt zum Ausdruck. Nun ging es entlang dieser kleinen Straße von Haus zu Haus und über jedes konnte uns Herr Küchler viele detaillierte Ausführungen machen. Die Älteren unter uns konnten sich da noch an so manchen Bewohner erinnern und bestätigen, was im Archiv unserer Stadt dazu niedergeschrieben ist. Die meisten der Häuser wurden so um 1890 bis 1910 gebaut. Einige Häuser wurden auf Brandruinen errichtet, denn die Stadtbrände waren auf Grund der damaligen Bauweisen und der Lebensbedingungen der Bewohner allgegenwärtig. Einfach jedenfalls hatten sie es nicht, aber irgendwie haben sie sich mit kleinen Handwerken und bäuerlicher Nutzung geholfen. Davon zeugen die vielen Anbauten an den Häusern, Schuppen und Scheunen. Interessant war auch, dass schon damals Planungen von Umgehungsstraßen durchgeführt wurden, die den Häuslebauern in diesem Stadtgebiet eine Menge Einschränkungen und Auflagen bescherten. Nach 2 Stunden war unser Rundgang zur Stadtgeschichte in diesem Bereich beendet und die Teilnehmer bedankten sich bei Herrn Küchler für seine interessanten und wissenswerten Ausführungen. Dann gingen die Einen auf der Zinngasse und die Anderen auf der „Ziegngass‘ ehem! Und alle wissen-unser Geyer ist groß und birgt noch viele Geheimnisse, die es in den nächsten Jahren aufzuklären gilt.

Mit einem geschichtsträchtigen Glückauf H.Kreft
04/16/22 * 06.00 Uhr Huthaus
Wir gehen in's Osterwasser
Osterwasser holen am frühen Morgen
Wieder mal ist Ostern und wir konnten in diesem Jahr ohne Bedenken wieder unserer alten Tradition nachgehen, nämlich in aller Frühe in das Osterwasser gehen. Also trafen sich 06.00 Uhr morgens am Huthaus 12 Osterwassergeher, um gemeinsam Osterwasser zu holen. Die Spielregeln waren allen noch bekannt, nämlich ohne zu Sprechen und ohne sich Umzudrehen in Richtung Brunnen zu wandern. Jeder wollte doch letztlich die geheimnisvollen Wunderkräfte an sich wirken und spüren lassen, die nur dann richtig wirken, wenn gewisse Bedingungen eingehalten werden.
Und dass ist wohl an diesem Morgen jeden von uns gelungen. Auf unserer Wanderung begleitete uns ringsum fröhlicher Vogelgesang und am Brunnen, wie konnte es anders sein, wartete auch schon der Osterhase auf uns. Er hatte wieder seinem Korb mit, indem sich so manche Überraschung für uns verbarg. So war alles in bester Ordnung. Schade nur, dass aus dem Brunnen nur kaltes Wasser floss, denn an diesem eiskalten Morgen wäre Glühwein wohl besser gewesen. So sind wir dann alle zügig wieder runter in die Stadt gelaufen wo wir am Osterbrunnen auf dem Markt unser Schweigegelübde auflösten und uns allen einen Guten Morgen und frohe Ostern wünschten. Danke allen Freunden, die mitgemacht haben.

Mit einem ostereierbunten Glückauf-
der Vorstand vom EZV H.Kreft
04/09/22 * 07.30 Uhr Huthaus
Exkursion- "Sind alle Vögel denn schon da"?
De Lering hobn‘s uns gesaaht

Dr Winter war zerückgekomme
und hot ne Friehling mitgenomme.
Dan Schneegelöckeln versteckt im Schnee,
tut wuhl die weiße Pracht net weh.
Uns ober war do net zen Lachen,
vorn Huthaus stieh‘ in dicke Sachen.

Mir wollten im Gestreich und off de Buchn,
eifrig mit Ohr un Aagn die Vugeln suchn,
die nooch langer Winterpause
wieder eigetroffen sei zu Hause.

Un mir wurn do net enttäuscht,
„Hobt ihr gesah‘, wos do fleucht“?
Dort singt e Zilpzalp,un dort die goldne Ammer,
wenn när die Kält‘ net wär, e Gammer.

Das Fernglos friert na an de Händ,
hätt när die Rund nu ball e End.
Doch do, e Rutschwanz und aah e Finkenschwarm,
dos is e Pracht un gelei werd‘s en warm

Un als paar Lering mit Gesang
in Himmel aufgestiegn sei,
do wußt mer alle un warn uns eenig,
dr Winter, dar is doch verbei!

Vogelexkursion 2022 H.Kreft
03/31/22 * 17.30 Uhr Huthaus
Vereinswahlen 2022

März

03/25/22 * 16.00 Uhr Huthaus
123.Sandhusnkranzl
Wir haben den Frühling begrüßt

Endlich konnten wir uns wieder zu einem Sandhusnkranzl im Huthaus treffen. Viele Kranzlfreunde hatten am 25.März den Weg in unser Huthaus gefunden und wir konnten bei bester Laune gemeinsam viele unserer schönen Frühlingslieder anstimmen und damit den Frühling begrüßen. Als Gast hatten wir uns unser Vereinsmitglied Andreas Stopp eingeladen, der bekannterweise einen großen Schatz an alten Postkarten und Dokumenten über unser altes Geyer besitzt. So begannen wir dann unsere gemeinsame visuelle Wanderung durch die Geschichte unseres Heimatortes in Siebenhöfen. Und da jedes aufgelegte Zeitdokument ja auch der entsprechenden Erklärungen durch Andreas bedurfte, endete unsere Zeitreise in die Vergangenheit bereits auf Höhe des kleinen Huthauses am Bingehang. Aber wir werden in weiteren Kranzeln diese gemeinsame geschichtliche Wanderung fortsetzten, da doch hinter jeder Postkarte viel Interessantes und Wissenswertes verborgen ist. Wie immer wurde die Veranstaltung von unseren Huthausmusikanten musikalisch umrahmt und auch die Christine Huß mit ihrer Zither spielte uns schöne Weisen vor. Wir bedanken uns bei unserem Gast für seinen Vortrag und bei euch, liebe Kranzlfreunde, für euer Kommen. Wir hoffen, dass wir uns alle gesund zum nächsten Kranzl wiedersehen werden. Und ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Marcel Berger und seinen Helfern, der uns die Durchführung unserer Veranstaltung wegen bestimmter Umstände überhaupt ermöglicht hat.
Die Huthausmusikanten grüßen euch mit einem schneeglöckchenklingenden Glückauf
H.Kreft
03/19/22 * 09.00 Uhr Huthaus
Wanderung (PKW) Ehrenfriedersdorf "Rund um den Frauenberg"
Mit guter Laune in den Frühling

Nach der langen Auszeit, zu der uns Corona gezwungen hat, trafen sich am Sonnabend den 19. März 17 Wanderfreunde, um gemeinsam wieder mal ein paar Kilometer in Angriff zu nehmen. Nach Treff und Begrüßung am Huthaus fuhren wir mit PKWs nach Ehrenfriedersdorf. Auf dem Parkplatz am ehemaligen Bahnhof stellten wir unsere Fahrzeuge ab. Hier stießen noch einige Wanderfreunde zu uns, was eine nochmalige herzliche Begrüßung nach sich zog. Nach einem Gruppenfoto ging es endlich auf Wanderung. Der Weg führte uns über den ehemaligen Bahnhof von Eh-dorf und dann durch die Neubauten. Unterhalb des Steinbüschels querten wir die „Hühnerfarm“, ein beliebter Anziehungspunkt für die Skifahrer im Winter. Dann ging es allmählich links ansteigend bis zum höchsten Punkt unserer Wanderung. Damit befanden wir uns auf dem Frauenberg, so wird der Bergrücken genannt, der sich linksseitig der B95 Richtung Thum hinzieht. Von dort gab es sehr schöne Ausblicke, sowohl auf die Stadt Ehrenfriedersdorf mit dem Sauberg als auch in das andere Tal Richtung Greifensteine. Da unser Vorsitzender als auch sein Bruder Henrik und seine Schwester aus Eh-dorf stammen, war es klar, dass sie uns so manches Insiderwissen vermitteln konnten und auf viele interessante Details verwiesen. Den Weg weiter folgend, vorbei am ehemaligen Standort der Sprungschanze von Eh-dorf, tauchte er dann in den Wald ein und es ging stetig abwärts. Am tiefsten Punkt im Tal angekommen, vor dem Tunnel der ehemaligen Bahnstrecke Eh-dorf nach Thum, gab es eine Rast. Und da es ja auch langsam auf Ostern zugeht, hatte es sich der Osterhase nicht nehmen lassen, uns mit kleinen Ostergrüße zu überraschen. Danach ging es weiter. Vor dem Tunnel führte uns ein kleiner Steig hoch auf das ehemalige Gleisbett unserer Bimmelbahn. Von Schwellen und Schienen ist da nichts mehr zu sehen, dafür aber wurde darauf ein asphaltierter Rad- und Wanderweg angelegt. Zu unseren Füßen lag die ehemalige Gaststätte und späteres Ferienheim der Westberliner Reichsbahn, das Waldschlössel. Dieses gab mit der Wende seinen Geist, wie so vieles andere auch, auf. Heute ist es ein Freizeitobjekt für eine „spezielle Sportart“. Auf dem Bahndamm wanderten wir nun weiter, parallel zur B 95, Richtung Ehrenfriedersdorf. Ein Zug konnte da ja nicht kommen, aber der Weg wird von vielen Wanderern und Fahrradfahrern frequentiert, führt er doch prima ausgebaut von Eh-dorf über Thum bis Jahnsbach. Ja, hätte man damals, vor Abriss der vielen Brücken erkannt, wie wunderbar es sich auf dem kompletten Thumer Schmalspurnetz hätte Wandern und Radfahren lassen, dann wären wir wohl an diesem Tag über die beiden Brücken bis nach Geyer gewandert. So aber war unser Ziel der Bahnhof Eh-dorf und auf dem Weg dahin gab es noch viele interessante Dinge zu sehen und zu erklären. Dinge, die man beim Befahren der B 95 im Tal nicht sehen und erahnen kann. Und letztlich geht dann auch der Blick in die Vergangenheit, denn im Laufe der Jahre verändert sich unser Umfeld beständig. Ziegelei, Schuhfabriken, Sägemühlen, Gasometer oder Berufsschule, feine Gaststätten und Kinderkombi, die gibt es nicht mehr, dafür aber moderne Einkaufsmärkte, Wohnsiedlungen und neue Häuser. Die Zeit ist im ständigen Wandel. Unsere Wanderung hat dies wieder einmal gezeigt. Allen unseren teilnehmenden Wanderfreunden hat diese ca. 5,00 Km lange Wanderung sehr gefallen. Der Vorstand vom EZV bedankt sich bei allen Teilnehmern, aber besonders bei unseren drei älteren Wanderfreundinnen, die mit ihren 81, 86 und 91 Jahren gemeinsam mit uns die Strecke mit Bravour meisterten.
Mit einem frühlingserwartenden Glückauf
Der Vorstand vom EZV Geyer H.Kreft
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